Vereinssatzung

Satzung der Schuldnerhilfe Köln e.V.

1.       Name und Sitz
1.1     Der Verein trägt den Namen „Schuldnerhilfe Köln e.V.“.
1.2     Sitz des Vereins ist Köln.
 
2.       Ziel und Zweck
Ziel und Zweck des Vereins ist die Verbraucherberatung, insbesondere auf dem Gebiet der Schuldnerberatung und die Überschuldungsvorbeugung für junge Menschen durch Maßnahmen der Jugendbildung und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes.

Dies geschieht durch Einrichtung und Erhaltung einer Beratungsstelle mit der Aufgabenstellung:

  • Allgemeine Beratung und persönliche Hilfe von verschuldeten und von Verschuldung bedrohten Personen
  • Unterstützung von Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen und seelischen Notlage auf selbstlose Hilfe angewiesen sind
  • Zusammenarbeit mit anderen sozialen Einrichtungen
  • Weiterbildung mit Schuldnerberatung befasster Personen und Organisationen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Entwicklung und Durchführung geeigneter Maßnahmen der Überschuldungsvorbeugung für Jugendliche und Erwachsene, um Gefährdungen durch Konsum- und Kreditwerbung und neue technische Entwicklungen im Bereich der Finanzdienstleistungen abzuwenden.

3.      Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit
3.1    Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und   mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Er unterstützt insbesondere solche Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen und seelischen Notlage auf selbstlose Hilfe angewiesen sind.
3.2   
Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
3.3   
Niemand darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
3.4   
Die Mitglieder haben weder bei ihrem Ausscheiden noch bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins Ansprüche auf das Vereinsvermögen.


4.       Erwerb und Beendigung der Mitgliedschaft
4.1     Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden.
4.2 
    Die Aufnahme eines Mitgliedes erfolgt auf schriftlichen Antrag mit Beschluss des Vorstandes. Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Monatsersten, der auf den Aufnahmebeschluss erfolgt. Die Aufnahme eines Ehrenmitgliedes erfolgt ausschließlich mit Beschluss des Vorstandes.
4.3     Die Mitgliedschaft endet durch Tod des Mitgliedes, durch Austritt oder Ausschluss. 
4.4     Der Vorstand ist berechtigt, Mitglieder nach Anhörung auszuschließen, die den Interessen des Vereins zuwiderhandeln.
4.5     Die Ablehnung und der Ausschluss sind schriftlich unter Hinweis auf die Ein-spruchsmöglichkeit bei der Mitgliederversammlung mitzuteilen. Der Einspruch kann innerhalb einer Frist von drei Monaten ab Zugang des Beschlusses beim Vorstand eingelegt werden. Bei Ausschluss ruht die Mitgliedschaft bis zur Entscheidung der Mitgliederversammlung.
4.6     Eine Mitgliedschaft ohne Stimmrecht als Fördermitglied ist möglich. Das Fördermitglied hat nicht die Rechte eines Mitgliedes mit Stimmrecht nach den
§§ 8-10. Es kann beratend an den Mitgliederversammlungen teilnehmen.

4.7    Alle Mitglieder der Schuldnerhilfe Köln e.V., die trotzt einer ordnungsgemäßen Einladung zu einer Mitgliederversammlung über die Beschlussfassung der Umwandlung des Vereins in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung zur Eröffnung der Versammlung nicht erscheinen, treten automatisch zu diesem Zeitpunkt aus dem Verein aus, sofern sie dieser Rechtsfolge bis dahin nicht widersprochen haben, obwohl sie mit der Einladung zu der Mitgliederversammlung darauf hingewiesen wurden.


5.      Mitgliedsbeiträge
Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Jahresbeitrages und dessen Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung bestimmt.

Ehrenmitglieder sind vom Beitrag freigestellt.

6.      Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind verpflichtet:

  • die Ziele des Vereins zu fördern,
  • an der Erfüllung der dem Verein obliegenden Aufgaben mitzuwirken,
  • die von der Mitgliederversammlung festgesetzten Mitgliedsbeiträge zu entrichten. Mitglieder, die mit ihren Beiträgen mehr als drei Monate im Rückstand sind, können ihre Rechte im Verein nicht geltend machen.

7.      Organe des Vereins
 Organe des Vereins sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand

8.      Mitgliederversammlung
8.1    Die Mitglieder des Vereins bilden die Mitgliederversammlung.
8.2    Der Vorstand beruft die Versammlung unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich mit Angabe der Tagesordnung und aller Beschlussanträge (einschließlich Wahlvorschlägen) ein. Der Vorstand ist berechtigt, diese Frist bei besonderer Eilbedürftigkeit bis auf sieben Tage abzukürzen. Die jeweilige Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tages.
8.3    Jedes Mitglied kann bis spätestens drei Tage vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden.
8.4    Dringlichkeitsanträge sind zugelassen, wenn die Mehrheit der anwesenden Mitglieder zustimmt. Ausgenommen davon sind Misstrauensanträge.
8.5    Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt. Sie ist darüber hinaus einzuberufen, wenn 1/5 der Mitglieder dies schriftlich beantragt.
8.6    Die Versammlung wählt den Versammlungsleiter.

9.      Aufgaben der Mitgliederversammlung
9.1 
   Der Mitgliederversammlung als oberstem Organ obliegen Beratung und Beschlussfassung über alle Vereinsangelegenheiten, die nicht dem Vorstand zustehen.
9.2    Die Mitgliederversammlung wählt aus den Mitgliedern den Vorstand und beruft diesen ab.
9.3    Die Mitgliederversammlung beschließt die Beitragsordnung.
9.4 
   Der vom Vorstand aufgestellte Wirtschaftsplan wird von der Mitgliederversammlung verabschiedet.
9.5    Der Vorstand legt der Mitgliederversammlung den Jahresbericht und den Jahresabschluss vor.
9.6    Über die Mitgliedschaft des Vereins in anderen Organisationen entscheidet die Mitgliederversammlung.
9.7    Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte zwei Rechnungsprüfer. Diese haben der Mitgliederversammlung einen Prüfungsbericht vorzulegen.
9.8    Die Mitgliederversammlung beschließt über die Entlastung des Vorstandes.

10.    Beschlüsse der Mitgliederversammlung
10.1
  Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, sofern die Versammlung ordnungsgemäß einberufen wurde. Die Beschlussfähigkeit ist nicht mehr gegeben, wenn die Hälfte der zu Beginn der Sitzung festgestellten Zahl der anwesenden Mitglieder unterschritten wird.
10.2
  Bei Beschlussunfähigkeit wird die Versammlung mit derselben Tagesordnung unter Einhaltung einer Frist von sieben Tagen wiederholt; sie ist dann ohne Rücksicht auf die Stimmzahl beschlussfähig. Auf diese besondere Beschlussfähigkeit ist in der Einladung hinzuweisen.
10.3  Mitglieder haben je eine Stimme.
10.4  Soweit die Satzung nichts anderes vorsieht, werden Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmenthaltungen sind nicht mitzuzählen. Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung.
10.5  Wahlen erfolgen durch schriftliche Abstimmung, sofern die Mitgliederversammlung nicht einstimmig beschließt, die Wahl per Akklamation vorzunehmen. Gewählt ist, wer die meisten, aber mindestens die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhält. Erforderlichenfalls wird die Wahl wiederholt, wobei dann relative Mehrheit genügt. Bei Stimmengleichheit findet eine Stichwahl statt.
10.6  Über jede Mitgliederversammlung und ihre Wahlen und andere Beschlüsse ist ein vom Versammlungsleiter und Schriftführer zu unterzeichnendes Protokoll anzufertigen.

11    Vorstand
11.1  Der Vorstand besteht mindestens aus vier, höchstens aus sieben Personen:

  • dem/der Vorsitzenden
  • mindestens ein/e, höchstens vier Stellvertretern/innnen
  • dem/der Kassierer/in
  • dem/der Schriftführer/in

11.2  Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder.
11.3  Über die Beschlüsse ist eine Niederschrift anzufertigen.
11.4  Der Vorstand muss mindestens viermal im Jahr zusammentreten.
11.5  Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Bis zur Bestellung des nächsten Vorstandes bleibt der bisherige Vorstand im Amt. Die Bestellung muss innerhalb von sechs Wochen nach Ablauf der Amtszeit erfolgen. Wiederwahl und Abwahl sind möglich.
11.6  Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Jeweils zwei Mitglieder des Vorstands vertreten gemeinsam den Verein nach außen.
11.7  Der Vorstand ist an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden.
11.8  Vorstandsmitglieder haften dem Verein gegenüber nur für grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz.

12    Geschäftsjahr
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
 
13.   Satzungsänderungen
Beabsichtigte Satzungsänderungen müssen in der Tagesordnung angekündigt und als Anlage im Wortlaut beigefügt werden.
 
14.   Fortsetzung
Satzungsänderungen bedürfen der Zweidrittelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der Mitgliederversammlung.

15.   Auflösung des Vereins
15.1 Die Auflösung des Vereins bedarf der Zweidrittelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung.
15.2 Die Auflösung betreibt, soweit die auflösende Versammlung nichts anderes bestimmt, der Vorstand.
15.3 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vereinsvermögen an die Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Köln e.V., welche es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke (Schuldnerberatung) zu verwenden hat.